BME-Region Berlin-Brandenburg


18.05.2019

Workshop Lieferantenmanagement

Lm Workshop1

Bei Industrieunternehmen wird ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung von Lieferanten erbracht. Dieser Anteil externer Leistungserbringung ist weiter steigend und hat zur Folge, dass die Gestaltung und Steuerung der Lieferantenbasis einen zunehmend erfolgskritischen Faktor im Unternehmen darstellt. Mit der steigenden Komplexität der Supply Chain vollzieht sich eine zunehmende Verschiebung der Produkt- und Prozessverantwortung auf die Lieferanten. Heutige Zusammenarbeitsmodelle sind jedoch oft noch durch die Machtverhältnisse zwischen Abnehmern und Lieferanten geprägt. Die dabei entstehenden Reibungsverluste reduzieren den Unternehmenserfolg bis hin zur Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit.

Die zunehmende Abhängigkeit vom Lieferanten im globalen Umfeld erfordert eine kooperative Zusammenarbeit in der Supply Chain, so dass Reibungsverluste minimiert und gemeinsame Potenziale ausgeschöpft werden können. Zum Erfolgsfaktor werden Kooperationsmodelle wie Total Supplier Management mit einer durchgängigen und kostenoptimierten Steuerung der gesamten Lieferantenbasis. Das Resultat ist eine hohe Vernetzungsfähigkeit und Flexibilität des Unternehmens an der Schnittstelle zu den Lieferanten.

Das Fachgebiet Qualitätsstrategie und Qualitätskompetenz hat am 17. Mai 2019 den mittlerweile zwölften TSM-Workshop zusammen mit der BME Region Berlin/Brandenburg ausgerichtet. Dabei wurden innovative Methoden für ein Lieferantenrisikomanagement vorgestellt. Über 40 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet haben die aktuellen Herausforderungen und Trends im Lieferantenmanagement diskutiert. Ein wichtiges Thema waren hierbei neue Konzepte, um in den Unternehmen die dringend benötigten Veränderungsprozesse zu initiieren und den drohenden Fachkräftemangel zu begegnen. Über seine Erfahrungen in der praktischen Umsetzung und Anwendung eines ganzheitlichen Lieferantenmanagements hat Herr Tobias Popp, Leiter Lieferantenmanagement der WITTENSTEIN SE berichtet. Er machte deutlich, dass für eine cross-funktionale Gestaltung und Steuerung der Lieferantenbasis die Einbindung der Mitarbeiter und Kollegen der entscheidende Erfolgsfaktor ist. Einen Einblick in die digitale Transformation von Unternehmen und was man von Start-ups lernen kann, war Thema des Beitrages von Herrn Joachim Köhler von der openspace GmbH. Seine Aussagen machten deutlich, dass die Digitalisierung für jedes Unternehmen relevant ist und es für eine Entwicklung der hierfür relevanten Geschäftsmodelle noch nicht zu spät ist.


Bildergalerie


Weiterempfehlen

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Robert Dust stellv. Vorsitzender, Delegierter
030 314-26856